Wie Sankt Martin Licht und Freude schenken
Schon den ganzen Tag über war die Aufregung bei unseren Erst- und Zweitklässlern groß. Schließlich warteten viele gespannt auf den Start unseres Laternenumzugs, um ihre liebevoll gebastelten Laternen endlich zum Leuchten zu bringen.
Auf dem Schulhof stimmte uns Jacob mit seiner Trompete wunderbar auf das Fest ein und Frau Napiwotzki begrüßte herzlich alle kleinen und großen Gäste. Gemeinsam wurden die bekannten Martinslieder angestimmt. Bald darauf zog die leuchtende Schar fröhlich singend durch die Straßen. Dabei wurden sie von zwei Gitarren und einer Mundharmonika begleitetet.
Ziel des Umzugs war die runde Treppenanlage auf dem Spielplatz „Marie“, in der man sich fast wie in einem kleinen Amphitheater fühlt. Dort erwartete uns ein echtes Highlight: Die Zweitklässler führten das Martinslied auf, begleitet von einem kleinen Anspiel, wie Sankt Martin seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte. Auch in diesem Jahr erinnerte uns diese Geschichte daran, wie wichtig es ist, die Not anderer zu sehen und zu helfen.
Teilen macht glücklich - das spürten alle beim gemütlichen Abschluss, als jedes Kind ein Milchbrötchen bekam, das selbstverständlich geteilt werden durfte. So wurde deutlich: Ein kleines Stück Liebe kann Großes bewirken und bringt Licht ins Dunkel – ganz im Sinne von St. Martin und dem, was er uns mit seinem Glauben vorgelebt hat.
Annegret Hailu, stv. Schulleiterin, Elisabeth-Abegg-Grundschule, Prenzlauer Berg